Möhnelandschaft

Fluss- und Grünlandlandschaft

Naturschutzgebiet Möhnetal

Das Möhnetal ist eine von Wiesen und Weiden geprägte Flusslandschaft. Die Grünlandnutzung dominiert diese jedes Jahr überflutete Flusslandschaft, die im Zuge eines EU-Life-Projektes renaturiert wurde. Hier lassen sich noch artenreiche Feuchtwiesen u.a. mit rosafarbenen Kuckuckslichtnelken bewundern.

Geologisch handelt es sich hier um sehr junge, wenige tausend Jahre alte, nacheiszeitliche Flussauenablagerungen.

Die Wasserkraft der Möhne wurde schon im Mittelalter zum Betrieb von Mühlen genutzt z.B. durch die Niederbergheimer Mühle. Der Mühlenweg auf dem das Getreide von den Ackerflächen der Börde mit Ochsen- oder Pferdefuhrwerken zur Niederbergheimer Mühle ins Möhnetal transportiert worden ist, ist Teil des Wanderwegprojektes.

Im 19. Jahrhundert war es Viktor Röper, der die Wasserkraft zum Betrieb eines Kettenschmiedenwerks am heutigen Standort des Hauses Dassel nutzte. Später entstand hier das ebenfalls auf die Wasserkraft angewiesene steinverarbeitende Dasselwerk (u.a. Marmor und Granit), dass u.a. die Steine zur Fassadenverkleidung des Empire State Buildings in New York lieferte. Noch heute wird am Haus Dassel die Wasserkraft für die Stromerzeugung genutzt.

Das Möhnetal ist aufgrund seiner Feuchtwiesen und der hier vorkommenden seltenen Vogelarten u.a. Eisvogel auch als international geschütztes Flora-Fauna-Habitat-Gebiet ausgewiesen worden. Besonders beeindruckend sind die Flussmäander der Möhne, die sich in weiten Bögen durch die Flussaue ziehen. Die im Rahmen des EU-Life-Projektes renaturierte Möhneaue lässt sich in Zukunft hervorragend vom "Skywalk Möhnetal" betrachten.

Details:

  • Wiesengeprägte Fluss- und Grünlandlandschaft
  • Mühlenwirtschaft, historische Kettenschmieden, Wasserkraft, Steinverarbeitung
  • Geologisch sehr junge Auenablagerungen
  • FFH- und Naturschutzgebiet Möhnetal